ORF-Lange Nacht der Museen am VWI
Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies
Rabensteig 3, 1010 Wien
Auch dieses Jahr nimmt das Museum Simon Wiesenthal – Die Zukunft des Erinnerns wieder an der Langen Nacht der Museen teil.
Der Schwerpunkt des Museums liegt 2026 auf der Verfolgung und Ermordung von Menschen mit psychischen und physischen Behinderungen im Nationalsozialismus. Im Zuge dessen wurden Maßnahmen umgesetzt, um Barrieren abzubauen und den Museumsbesuch für mehr Menschen zugänglich zu machen. Bei der Langen Nacht der Museen widmen wir uns auch inhaltlich diesem Thema.
Zu jeder vollen Stunde findet zudem eine Führung durch das Museum statt.
19:30 Uhr:
Erinnerung ohne Ausschluss. Das Museum Simon Wiesenthal hat seine Nutzung für Menschen mit Sehbehinderung sowie für Menschen, die Einfache Sprache benötigen, erweitert. Die Präsentation zeigt, wie das Projekt entstanden ist und welche neuen Angebote Besucher:innen nun im Museum in Anspruch nehmen können.
20:30 Uhr:
NS-Euthanasie im Bild. Fotografie wird seit dem 19. Jahrhundert ein besonders hohes Maß an Authentizität zugesprochen. Im Nationalsozialismus wurden Fotos als „visuelle Beweise" eingesetzt, um ideologische Ziele zu legitimieren. Visuelle Medien spielten dabei eine zentrale Rolle in der Kategorisierung von Menschen nach „rassischen" und „sozialbiologischen" Vorstellungen, insbesondere auch im NS-Euthanasiemordprogramm. Der Historiker Lukas Meissel führt in diesem Workshop, gemeinsam mit dem Publikum, eine kritische Analyse dieser bildlichen Zeugnisse der NS-Verbrechen durch und blickt dabei hinter die Inszenierungen der Täter:innen sowie die Rolle visueller Medien in der Gegenwart.
21:30 Uhr:
Archivführung: Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus. Anhand von Dokumenten aus Simon Wiesenthals Nachlass steht die Verfolgung von Menschen mit psychischen und körperlichen Behinderungen im Nationalsozialismus im Fokus.
Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.