Station 03
Film – Jüdisches Leben in Lemberg, 1939
Auf dem Monitor neben dem Eingang ist ein rund zehn Minuten langer Schwarz-Weiß-Film zu sehen. Die Brüder Saul und Yitzhak Goskind produzierten 1939 kurze Filme über das jüdische Leben in polnischen Städten, darunter Lemberg, das auf Polnisch Lwów heißt. Die Filme wurden in jiddischer Sprache gesprochen und waren für ein US-amerikanisches Publikum bestimmt. Sie sollten auf die jüdischen Gemeinden aufmerksam machen und zu Besuchen anregen.
Die Filmrollen erreichten New York kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen. Heute gelten die Aufnahmen als die letzten erhaltenen bewegten Bilder jüdischen Lebens in diesen Städten vor ihrer Vernichtung.
Als der Film mit dem englischen Titel „Jewish Life in Lwów, auf Deutsch „Jüdisches Leben in Lemberg“, entstand, lebten Simon Wiesenthal und seine Frau Cyla in Lemberg.
Der Film neben dem Eingang dauert etwa zehn Minuten.
Er zeigt das jüdische Leben in Lemberg im Jahr 1939, bevor es von den Nationalsozialisten zerstört wurde.
Die Brüder Saul und Yitzhak Goskind drehten diesen und andere Filme für ein Publikum in den USA. Die Filmsprache ist Jiddisch. Die Filme sollten auf jüdische Gemeinden in Polen aufmerksam machen und Spenden sammeln.
Kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen kamen die Filmrollen nach New York.
Heute sind es die letzten bewegten Bilder jüdischen Lebens in diesen Städten.
Zur Zeit der Aufnahmen lebten Simon Wiesenthal und seine Frau Cyla in Lemberg.