Station 04
Rechercheur und Kommunikator

Blick in den 1. Ausstellungsraum des Museum. An der Wand hängt eine große historische Karte Europas während der NS-Herrschaft. Davor befindet sich eine Tischvitrine. Links neben der Vitrine ist eine Sitzgelegenheit mit QR-Code.

Wiesenthal arbeitet über Jahrzehnte in bescheidenen Büros in Wien. Mit wenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ausschließlich privaten Spenden baut er ein internationales Netzwerk auf. Zu seiner Arbeit gehören intensive Korrespondenz, der Austausch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und Behörden sowie das systematische Sammeln und Überprüfen von Informationen.

Wiesenthal ist medienerfahren. Er hält Täterinnen und Täter unter Druck und erinnert Behörden immer wieder an ihre Verantwortung, NS-Verbrechen zu verfolgen. Freundinnen und Freunde sowie Weggefährtinnen und Weggefährten beschreiben sein Gedächtnis als außergewöhnlich. Seine Arbeit ist oft gefährlich. Er erhält Schmähungen und Drohbriefe. 1982 entgehen Wiesenthal und seine Frau knapp einem Bombenanschlag in ihrer Wohnung.

 

Vitrine und Karte

In der Vitrine befinden sich mehrere Objekte aus Wiesenthals persönlichem und beruflichem Nachlass:

  • Türschild seines ersten Wiener Büros.

Eine silberne Plakette mit den Buchstaben B-J-V-N, dem Bund jüdischer Verfolgter des Naziregimes.

  • Ein Kurzfilm über Wiesenthals Büro in den 1970er-Jahren.

Er zeigt die schlichten Arbeitsbedingungen und die große Menge an Aktenmaterial.

  • Eine Landkarte Europas mit Zahlen zu den NS-Verbrechen.

Die Karte wurde 1963 in Deutschland für den Schulunterricht hergestellt. Auf vielen historischen Fotos ist Wiesenthal an seinem Schreibtisch vor dieser Karte zu sehen. Eine Reproduktion hängt über der Vitrine. Unter dem QR-Code links von Ihnen finden Sie in einer Wandhalterung taktil Karten mit Informationen zu den nationalsozialistischen Lagern in Europa und auf dem Gebiet des heutigen Österreich zum ertasten.

  • Ein persönliches Adressbuch.

Es enthält wichtige Kontakte zu Behörden, Überlebenden und Unterstützerinnen und Unterstützern.

  • Eine Lupe.

Sie steht für Wiesenthals akribische Arbeitsweise. Ursprünglich nutzte er sie für sein Hobby, das Briefmarkensammeln.

 

  • Ein Pistolenholster.

Es stammt aus seinem persönlichen Nachlass. Nach dem Bombenanschlag 1982 trug Wiesenthal häufig eine Waffe und stand oft unter Polizeischutz.

Wiesenthal arbeitete jahrzehntelang in einfachen Büros in Wien.

Er hatte nur wenige Mitarbeiter:innen. Seine Arbeit finanzierte er durch Spenden

Seine Arbeit bestand aus dem Sammeln von Informationen.

Er schrieb Briefe, sprach mit Überlebenden, Behörden und Medien.

Er setzte Täter und Politik unter Druck.

Seine Arbeit war gefährlich. Er bekam Drohbriefe.

1982 explodierte vor Wiesenthals Haus eine Bombe.

Vitrine und Karte

In der Vitrine sehen Sie persönliche und berufliche Gegenstände:

Ein Türschild aus seinem ersten Wiener Büro.

Darauf stehen die Buchstaben BJVN.
BJVN bedeutet Bund jüdischer Verfolgter des Nazi-Regimes.

Ein kurzer Film aus seinem Büro in den 1970er-Jahren.

Er zeigt die einfachen Arbeitsbedingungen und viele Akten.

Eine Lupe.

Sie steht für seine genaue Arbeitsweise.

Ein persönliches Adressbuch.

Es enthält wichtige Kontakte.

 

Ein Holster für eine Pistole.

1982 gab es einen Bombenschlag auf Wiesenthals Haus.

Seine Frau und er blieben unverletzt.

Danach trug Wiesenthal immer eine Waffe bei sich.

 

Eine Europakarte mit Zahlen zu NS-Verbrechen.

Sie entstand 1963 für den Schulunterricht in Deutschland.

Eine Nachbildung der Karte hängt über der Vitrine.